Montag, 18. August 2014

Entschuldigt die Verspätung

Hallo zusammen

Sorry, dass wir wieder so lange gebraucht haben. Die letzten Wochen waren kompliziert.
Am 3. August hatte Rafi einen Auto Unfall. Keine Sorge, ihm geht es gut. Der Unfall brachte einiges durcheinander, ich musste eine ganze Woche alle Studien führen, meine und seine, das sind so ungefähr 19 Studien. Zudem erhielten wir jeden Tag Besuch von Brüdern uns so war es fast unmöglich zu schreiben.
Heute haben wir jedoch Zeit gefunden und wir haben zum Glück auch Strom. In letzter Zeit haben wir öfters Stromausfall, da es stark windet.

Also ich erzähle euch Mal vom Auto Unfall:
Nach dem Kongress ging Rafael mit einem 10 jährigen Sohn einer Schwester ins Nachbardorf. Dort spielen die Brüder jeden Sonntag Fussball. Bei der Heimfahrt hatte er einen Autoumfall. Er ist mit 80km/h in ein galoppierendes Pferd hineingefahren. Das Pferd kam seitlich aus der Zuckerrohrplantage auf sein Auto zu. Es war schon Nacht. Rafael rief mich nach dem Umfall an und sagte mir, ich solle ins Spital (eher eine schlechte Arztpraxis) gehen. Da es hier üblich ist, verunfallte Leute zu überfallen, besonders Nachts, fuhr Rafael noch 10 Minuten weiter bis er im Dorf war. Obwohl das Auto Totalschaden hatte. In der Zwischenzeit rannte ich ins Spital. Es war leer. Niemand war da. Ich klopfte an der Tür und ein Securitas kam. Wir hatten Glück dass der Arzt überhaupt dort war. Sonntags ist meistens keiner da. Während der Securitas den Arzt holte, kam Rafael an. Sein Kopf war blutüberströmt, der kleine Junge auch.
Ca. 30 Schaulustige, die dem Auto nachrannten, waren um das Auto. Ich konnte Dorgival, Renata und die Mutter des Jungen nicht erreichen und rannte bis zum Haus des nächsten Studenten, damit dieser mit dem Motorrad die Mutter des Jungen benachrichtigt. Nach ca. 30 Minuten, waren Renata und Dorgival und andere Brüder im Spital. Da beruhigte sich die Situation für mich.
Rafael und der Junge haben nur Schnitte und Schürfungen im Gesicht abbekommen. Am Handgelenk musste Rafael noch ein wenig genäht werden. Sonst ist so gut wie nichts passiert. Ausser einen riesen Schock und ein unbrauchbares Auto.
Es war ein Glück, dass beide den Sicherheitsgurt anhatten. Wäre das nicht gewesen, hätte Rafael ganz sicher die Kontrolle über das Auto verloren.
Wir können das Überleben der Beiden dem Sicherheitsgurt verdanken. Es passiert nämlich oft, das Tiere auf der Strasse sind. Rafael musste schon vor zwei Wochen auf der Autobahn einen Esel umfahren, das mit 120km/h.
Jetzt sind wir wieder ohne Auto und werden uns auch keine neues mehr kaufen. Wir sind wieder hier in Buenos Aires zwischen Müll und Kakerlake gefangen :-(



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Vom 1-3 August hatten wir unseren Kongress. Wir waren ca. 2800 Leute. Wir standen um 04:00 Uhr morgens auf und waren um 20:00 Uhr wieder zu Hause.
Es war anstrengend aber genial. Die Videos waren der Hit. Es wurde viel geweint. Wir hatten einen Täufling. Die 11-jährige Leidiane liess sich taufen, im Januar beginnt sie mit dem Dauerhilfspionierdienst und September 2015 will sie mit dem Pionierdienst beginnen.

Hier seht ihr Alison mit Matheus (Junge links, 10-jährig) und Adriel (Junger rechts,  10-jährig). Adriel gab Matheus auf der Strasse beim spielen informell Zeugnis. Matheus gefiel was er hörte und besuchte noch am gleichen Abend die Zusammenkunft. Matheus gefiel es so sehr, dass er auch den Kongress besuchen wollte. Da wir im Bus nur noch Freitag und Sonntag Platz hatten, kam er diese zwei Tage. Nun studiert Matheus mit Alison (17- jähriger Pionier und Bruder von Adriel). Die Evangelische Kirche, bei welcher Matheus bis anhin Mitglied war, schmiss ihn raus. Wenn er auf der Strasse läuft, schreien sie ihn "Falscher Propher" hinternach. Matheus hat es nicht einfach aber die ganze Versammlung unterstützt ihn :-)
 Dorgi, Renata, ich und eine Studentin von Renata.


 Rafi, ich und Leidiane, welche sich taufen lies.
 Renata, Dorgi, Celso und wir.
Celso ist seit August auch im Pionierdienst tätig.
Wir und unsere Lieblings Studentin Patricia.












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Ab September eröffnen wir im Nachbarsdorf Lagoa do Oteiro eine Gruppe.
Wir haben eine riesen Freude dass miterleben zu dürfen. Ein Lokal haben wir schon gefunden. Jetzt im Monat August machen wir die Renovierungsarbeiten und ab September werden wir Sonntag Morgens immer um 08:30 Uhr Versammlung haben, nach der Versammlung werden Studien geführt, danach Mittagessen und um 13:00 bis 16:00 machen wir Haus zu Haus Dienst.
Da Lagoa do Oteiro ein sehr streng katholisches Dörfchen ist, hat uns Dorgival schon vor Wiederstand gewarnt. Wir werden mal sehen wie es wird... Wir werden bestimmt berichten :-)















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Als wir noch das Auto hatten, nahmen wir eine 70 jährige ungetaufte Verkündigerin mit. Sie studiert schon zwei Jahren die Bibel, ist Analphabetin und hat gar keine Zähne mehr. Als Rafael während der Fahrt die Scheiben wusch, erschrak sie und sagte: Ach mein Jesus, wie ist es möglich, dass es mit blauen Himmel regnet. Hahahahah wir mussten alle so lachen. :-)


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Hier einige Eindrücke vom Dienst:



























 
Ich und meine Studenten







Rafi und seine Studentin



-> Rafi mit meinen Studenten




Rafi zeigt Video beim Standdienst          <-











Also wir melden uns dann bald wieder.....
Bis bald :)