Buenos Aires hat lang auf diesen Besuch gewartet. Der Besuch meiner Eltern wurde via Lautsprecheranlage angekündigt und Ende Oktober war es dann so weit - Mami&Papi sind da!!! :-)
Die drei Tage in Buenos Aires mit meinen Eltern waren anstrengend aber schön...
Samstag Morgen besuchten wir die Pioniere beim Standdienst und dann gingen wir bei Zé Paulo (sein Laden befindet sich vis-à-vis von unserem Standdienst) um die Zeitschriften via Lautsprecheranlage anzukünden.
Zé Paulo lud auch alle ein, am Abend die Versammlung zu besuchen.
Am Markt trafen wir dann auf Renata, Dorgival, und eine Freundin von ihnen, welche von São Paulo zu Besuch war.
Dann gingen wir einige Studien besuchen:
Am Abend in der Versammlung waren 104 Personen anwesend!!!! Rekord!!!
Man muss bedenken, dass wir nur 40 Verkündiger sind. Sogar zwei Studierende, welche streng evangelisch sind, haben an diesem Abend die Versammlung besucht!
Alle wollten mit meinen Eltern reden und Fotos machen:
einige unserer Studenten --->
Nach der Versammlung haben die Brüder ein Überraschungsfest bei uns zu Hause geplant. Einige Schwestern gingen direkt nach der Versammlung zu uns nach Hause um alles vorzubereiten und alle anderen ca. 80 Personen kamen dann nach.
Wir und meine Eltern blieben bis zuletzt in der Versammlung.
Alle versteckten sich bei uns zu Hause im Hinterhof. Als Raffi dann die Hintertür öffnete schrien alle laut. Meine Mutter hat sich sehr erschrocken :-)
Meine Eltern wurden beschenkt, man ass Kuchen und einige Brüder hielten eine Rede.
Dieser Abend war das totale Highlight und ein riesen Zeugnis für Jehova.
Am nächsten Tag, Sonntag, war Haus zu Haus Dienst angesagt. Wir gingen ins Armenviertel von Buenos Aies.
Mein Vater mit Raffi und meine Mutter mit mir.
Raffi und Papi hatten einen guten Dienst. Ich und Mami hatten ein wenig Pech.
Bei der ersten Familie wurde der Sohn vermisst und man befürchtete dass er erschossen wurde und darum weinte die Familie und alle waren aufgeregt.
Beim zweiten Haus, war eine Alleinstehende, sehr arme Frau, welche mangels an Hygiene starke Hautkrankheit hatte. Sie war so froh, dass ich ihr von der Bibel vorlas, das sie auch zu weinen begann.
Beim dritten Haus war die Wohnungsinhaberin extrem traurig, weil ihre Tochter genau vor einem Jahr gestorben ist.
Also zusammengefasst so gut wie alle hatten geweint.... es war ein schwieriger Dienst und Mammi war geschockt und weinte gerade mit :-(
Mittags luden wir dann einige enge Freunde zum grillieren ein:
Und Abends gingen wir bei Dorgivals Student Pizza essen.
Der Mann ganz rechts, ist der Pizzaiolo, Dorgivals Student. ---->
Zu diesem Student, namens Quinho, habe ich noch eine Erfahrung:
Quinho hatte mit 13 schon seine erste Tochter. Jetzt hat er 5 Töchter.
Vor 7 Jahren heiratete er dann eine Schwester und fing vor ca. 2 Jahen an zu studieren.
Da er in einer Pizzeria arbeitete konnte er Abends nie die Versammlung besuchen. Viele Gespräche mit seinem Chef gingen lehr aus.
Also entschied er sich seine eigene Pizzeria in Buenos Aires zu eröffnen. (Da Buenos Aires arm ist, hatten viele Zweifel ob es klappen würde). Doch Jehova segnete sein Vorhaben.
Die Pizzeria läuft wie geschmiert. Er macht Fortschritte, besucht alle Zusammenkünfte und möchte als nächstes ungetaufter Verkündiger werden. Seine Frau hat ihr Job gekündigt und will mit dem Pionierdienst anfangen.
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Die nächsten Tage bzw. Wochen besuchten wir die Schönheit Brasiliens...die Strände :-)
Wir besuchten auch das Bethel in São Paulo und trafen wieder auf unsere Freunde.
Vor 1.1/2 Jahren haben uns genau diese zwei Freunde, William und Jeane, ermutigt mit dem Pionierdienst anzufangen und Buenos Aires zu unterstützen.
links seht ihr William&Jeane
Das ist Renatinho, Bruder Lösch hat bei eurem letzten Kongress seine Erfahrung erzählt.
Es ist schwer weit weg von Familie und Freunde zu sein. Aber wenn man sie dann mal bei sich hat, dann geniest man es um so mehr:)
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Hier noch einige Infos.... was sonst noch läuft...
Die Gruppe in Lagoa do Oteiro macht nur schwach Fortschritte. Die Katholiken machen dort uns das Leben schwer.
Beim letzten Besuch waren wir zu 6. Dorgi hat WT gemacht, Rafi gelesen, Ich und die andere Pionierin (die 17 jährige Rosangela) bei jedem Absatz geantwortet. Eine Studentin und deren 8 jährigen Sohn war auch noch dabei.
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Auf diesem Foto seht ihr alles Kinder, welche regelmässig die Versammlung besuchen, Antworten geben und die Bibel studieren obwohl die Eltern sie nicht unterstützen.
Andere Kinder kommen auch immer wieder in der Versammlung, aber nicht so regelmässig wie diese 10 auf dem Foto.
Da wir wegen den Ferien mit meinen Eltern den Kreisaufseherbesuch verpasst haben... sind wir nach unseren Ferien ihm nachgegangen.
Wir mussten dafür in Nachbardorf Aliança gehen und haben dort bei lieben Brüder übernachtet.
Diese Familie hat uns gastfreundlich aufgenommen.
Unser neue Kreisaufseherehepaar
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Kurz danach erhielten wir Besuch von Sonderpionieren aus einem anderen Kanton.
Er, Tito, war früher streng katholisch und hat für 1.1/2 Jahre im Vatikan bei den Bischöfen gearbeitet.
Danach hat er die Wahrheit kennengelernt und diente Jehova im Bethel, dort hat er seine Frau Grace kennengelernt. Jetzt sind sie seit 4 Monaten im Sonderpionierdienst.
Dazu noch eine Erfahrung:
Wir haben eine Studentin namens Simone, die immer sehr aktiv katholisch war. Sie wurde stark verfolgt aufgrund des Bibelstudiums. Der Ehemann drohte mit einer Scheidung, Freunde lachen sie aus und der Priester sucht sie immer wieder auf.
Raffi und ich trösteten sie 2.5 Studnen lang und ermunterten sie die Versammlung zu besuchen. Wir erzählten ihr, dass der Sonderpionier Tito eine Ansprache bei uns hält. Wir wollten, dass sie mit ihm redet und er sie ermuntert. Tito wurde nachdem er die Wahrheit kennengelernt hat auch stark verfolgt. Simone wollte aber die Versammlung nicht besuchen, weil sie wusste, dass wir diesen Samstag nicht dort sind, weil wir eine Versammlung im Nachbarsdorf besuchen gingen.
Zwei Tage später schrieb ich ihr eine Mitteilung und ermunterte sie in die Versammlung zu gehen und schrieb ihr auch die Schriftstelle von Jesaja 41:10 aus.
Zudem informierte ich Renata (unsere Sonderpionierin), damit sie auf Simone schaut, falls sie in die Versammlung kommt.
Wir beteten die ganze Woche darum, dass Jehova Simone Mut gab und sie die Versammlung besucht und so ermuntert werden kann.
Samstag Abend.... Simone war in der Versammlung!!!!
Tito`s (der Sonderpionier und Vortragsredner) Laptop funktionierte nicht mehr, also musste er die Ansprache, die er vor einer Woche hatte, wiederhohlen. Und um was ging es in der Ansprache???
Mut für die, die verfolgt werden....!!!!!!!!!!!!!
Simone weinte die ganze Ansprache hindurch.
Nach der Versammlung ging Tito und Renata zu ihr. Tito erzählte ihr warum er aus der katholischen Kirche ausgetreten ist und erzählte von seiner Geschichte. Er tröstete sie mit einigen Bibelstellen und sprach ihr Mut zu.
Eine Woche später ging ich mit Rafi wieder zu ihr. In dieser Woche hat Simone die grosse Maria-Statue dem Priester zurückgegeben und hat sich so von der katholischen Kirche losgesagt.
Simone war gut drauf, motiviert und glücklich. Die Eheprobleme haben sich gedämpft und sie will ab sofort keine Versammlung mehr verpassen.
Simone ist die Frau rechts von mir.
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Die Sonderpioniere haben dann noch bei uns gegessen.... Ich habe Pasta gemacht.
Grace hat diesen 14 Tage alten Baby Brüllaffe am Boden gefunden. Sie päppelt sie wieder auf und lässt sie dann wieder frei.
Das Babyäffchen war der ganze Abend in meine Haare. :-)
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Wir hoffen es hat euch gefallen und im Glauben ermuntert.
Wir vermissen euch....
Bis bald
Rafi&Jessy